Rund 30 Kilometer Strassen und über 7 Kilometer Trottoirs wurden von Fachleuten vor Ort unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden über 80 einzelne Strassenabschnitte detailliert beurteilt. Die Zustandserfassung erfolgte nach anerkannten technischen Normen und bildet die Grundlage für die künftige Unterhalts- und Investitionsplanung.
Das Ergebnis
Der Grossteil der Strassen ist in einem mittleren Zustand. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass etwa die Hälfte des Netzes mittelfristig Unterhaltsbedarf hat. Positiv: Der Anteil wirklich kritischer Strassen ist mit rund vier Prozent deutlich kleiner als erwartet.
Vorausschauende Planung
Mit den erhobenen Daten arbeitet die Gemeinde neu mit einem digitalen Strassenmanagement-System. Dieses ermöglicht eine vorausschauende Planung und hilft, Sanierungen besser zu koordinieren – etwa mit Werkleitungsarbeiten oder anderen Bauprojekten. So können Kosten gespart und Baustellen reduziert werden.
Koordination steht nun an
Der Gemeinderat hat kürzlich vom Bericht Kenntnis genommen. Die enthaltenen Sanierungsvorschläge stellen eine erste technische Einschätzung dar und sind noch keine konkreten Bauprojekte. Sie bilden jedoch eine wichtige Grundlage für die weitere Planung. Im Jahr 2026 werden die vorgeschlagenen Massnahmen weiter geprüft, priorisiert und mit anderen Infrastrukturprojekten – insbesondere Werkleitungsarbeiten – koordiniert.
Die Zustandserfassung ist ein Meilenstein für die Infrastrukturplanung in Oberuzwil. Sie schafft Transparenz und ermöglicht es, gezielt dort zu investieren, wo es am meisten bringt – bevor grössere Schäden entstehen.
Und die Gemeindestrassen 3. Klasse?
Für die sind die angrenzenden Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern zuständig. Der künftige Umgang mit dieser Strassenkategorie wird derzeit geprüft. Wir berichten laufend über die weiteren Arbeiten am Strassennetz.